Kindergartenfrei

Ohne-Kindergarten-gluecklichDer Kindergarten gehört für die meisten ganz selbstverständlich zur Kindheit dazu. Viele sehen ihn als den Ort, an dem unsere Kinder am besten aufgehoben sind, am besten gefördert und am besten betreut werden. Selten wird das hinterfragt. Ich tue es, denn meinem Sohn ging es in der Fremdbetreuung nicht gut.

Vorab: Mir geht es dabei nicht ansatzweise darum, Eltern zu kritisieren, die Betreuung durch Krippe und Kindergarten in Anspruch nehmen (müssen)! Weil ich glaube, dass wir nicht die einzige Familie sind, die in dieser Zwickmühle steck(t)e, möchte ich hier nicht nur meine Gedanken dazu äußern, sondern auch Informationen zusammentragen, die Dir helfen, wenn Du bzw. Deine Familie auch vor dieser Entscheidung steht.

Manchmal passt es nicht

Ich möchte Eltern mit Zweifeln dazu motivieren, auf ihr Bauchgefühl zu hören, denn für manche Kinder ist der Kindergarten eben nicht der richtige Platz. Wenn man Medienberichten Glauben schenken kann, ist auch fraglich, ob die Einrichtungen leisten können, was uns Eltern angepriesen und versprochen wird. Weil ich mich auch mit dem Thema „artgerecht“ beschäftige, stellt sich mir außerdem die Frage, ob die Fremdbetreuung, wie sie aktuell üblich ist, artgerecht für uns Menschen ist.

Wenn auch dein Kind kindergartenfrei aufwächst, trage dich doch in die Selbstbetreuer-Karte * ein, um Gleichgesinnte in deiner Nähe zu finden. Die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema habe ich hier beantwortet.

*Auch hier im Rabennest hatte ich eine solche Karte. Leider komme ich wegen der Umstände (Haussanierung quasi im Alleingang beenden) nicht dazu, diese vernünftig weiter zu führen. Wenn Du mir schon eine Eintrags-Anfrage geschickt hast und ich sie nicht bearbeitet habe, dann tut es mir sehr leid.

Interessantes zum Thema Kindergarten (-frei)

Mein Erfahrungsberich hier im Rabennest

Kindergartenfrei.org aus Eltern- & Pädagogensicht

Erziehungstrends – Das Klischee von den „Bildungsfernen“

Intuitive Eltern – Es geht auch ohne Kindergarten 

Meine Svenja: Warum kleine Kinder nicht in eine Kita, sondern zu ihren Müttern gehören & Wenn Eltern nicht belästigt werden möchten oder Hinter den Kulissen einer Kita

Urnaturaen: Bedürfnis(Bindungs)orientierte Erziehung und Fremdbetreuung (passen nicht zusammen)

4 Kommentare zu “Kindergartenfrei

  1. Hallo! Meine Tochter 4.5 Jahre, geht liebend gerne in den Kindergarten. Auf die Frage ob sie lieber zu Hause bei der Familie bleiben, oder in den Kindergarten gehen möchte, ist die Antwort bei ihr ganz klar Kindi! Am liebsten zu jeder Tageszeit. Es ist nur leider so, dass sie sich extrem verändert hat, seitdem sie dorthin geht. Sie bekommt mehrmals täglich wutausbrüche, ist schlecht gelaunt, genervt von allem, wir können es ihr kaum recht machen. Wir haben das Gefühl, dass sie sich dort nur „schlechtes“ von anderen abschaut und von der „guten Erziehung“ bis vor dem Kindergarteneinteitt ist fast nichts übrig geblieben. Ich erkenne mein eigenes Kind teilweise nicht wieder und vermisse sie…Sie ist total frech und unfreundlich geworden, was sie vorher absolut nicht war. Und ständig dreht sie total auf. Ich bin mir unsicher was ich machen soll. Eventuell eine längere Kigapause einlegen? Liebe Grüße (Hoffe auf Tips)

    • Hallo!
      Das ist echt knifflig und dass Kinder sich dann so (negativ) verändern, habe ich nun schon oft gelesen. Woran liegt das? Mein Sohn hatte dann ja auch vermehrt Wutanfälle und ich vermute bei ihm, dass er schlicht überreizt war.
      Hast Du das mal bei den Betreuer*innen angesprochen?
      Ich glaube, ich bin da schon fast zu parteiisch, weil ich dem Kindergarten als System gerade recht skeptisch gegenüberstehe und würde daher tatsächlich eine Pause einlegen und schauen, ob das mit Kindertreffs u.ä. besser laufen würde. Wenn demnächst Feiertage/Ferien sind, ist ja vielleicht die Gelegenheit dafür und wenn das gut läuft, vielleicht ausweiten.

      Ich drücke die Daumen, dass es bald wieder harmonischer wird.
      Liebe Grüße

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